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Bitte überprüfen Sie kurzfristig vor Vorstellungsbeginn, ob die Veranstaltung wie angekündigt auch stattfindet.

2022 / 2023

Through and over / OP Sha

2021 / 2022

Fährmann

2020 / 2021

Zart

2019 / 2020

Schwanensee - Aufgetaucht - Prolog
Casa Azul

2018 / 2019

Wassermusik / Dido and Aeneas
Move on
Junge Choreografen 2019
Tanzlabor IV

2017 / 2018

Cinderella
Dancing Souls

2016 / 2017

Satisfaction
Die vier Jahreszeiten

2015 / 2016

Tanzlabor II
TanzQuartett
Tanz in 3 Sätzen - Ballett I/15

2014 / 2015

Ballett? Rock it!
Dance Celebration - Wiederaufnahme
Alice im Wunderland
Der Schrank der Georgi

2013 / 2014

Terra brasilis
5. Internationale AIDS Tanz Gala
Nussknacker - Wiederaufnahme
Dance Celebration

2012 / 2013

Nussknacker
Dornröschen (reloaded) - Wiederaufnahme
Tanz Trilogie

2011 / 2012

4. Internationale AIDS Tanz Gala
shortcuts
Bach tanzt
Dornröschen (reloaded)

2010 / 2011

Dance in Motion
drei-mal-tanz
Moliere

Der Schrank der Georgi

Yvonne Georgi (1903 - 1975) gehört zu den größten deutschen Choreographinnen und Tänzerinnen und ist dennoch heute in der Öffentlichkeit beinahe vergessen. Dabei zeigt ihr Lebenswerk die faszinierende Geschichte des Tanzes im 20. Jahrhundert, vom deutschen Ausdruckstanz der 20er Jahre über den neoklassischen bis zum zeitgenössischen Stil, immer in Verbindung mit neuer Musik.

Die junge Yvonne war beeindruckt vom modernen Ausdruckstanz der Mary Wigman und suchte als deren Meisterschülerin ihren eigenen Stil. Mit Kurt Jooss arbeitete sie bereits 1924 an den Städtischen Bühnen Münster. In Harald Kreutzberg fand sie einen ebenbürtigen Partner, mit dem sie mehrmals als „dream-team“ durch Amerika tourte. Nachdem sie nach ihrer Heirat niederländische Staatsbürgerin geworden war, versuchte sie eine feste niederländische Ballettcompagnie zu gründen, doch der Krieg sabotierte ihre Pläne, und sie kehrte nach Deutschland zurück. Düsseldorf und schließlich Hannover, wo sie von 1954 bis 1971 als Ballettmeisterin arbeitete, waren ihre Stationen nach dem Krieg. Ihre anspruchsvolle Ballettarbeit, deren Grundlage die klassische Ausbildung war und die sie immer mehr zu einem eigenen Stil jenseits des Ausdruckstanzes entwickelt hatte, reihte einen Erfolg an den anderen.

Von Anbeginn ihrer tänzerischen Karriere hat sie sich unbeirrt mit zeitgenössischer Musik auseinandergesetzt und diese dem Publikum näher gebracht, ohne sich klassischen Operetten oder Opern zu verweigern. Der Titel „Der Schrank der Georgi“ ist im wörtlichen wie im übertragenen Sinn zu sehen. Der Schrank, der tatsächlich existierte und Kostüme aus verschiedenen Arbeitsperioden in sich barg, wird den Rahmen des Stückes bilden. Durch ihn können Szenen, biographische Stationen, Figuren oder Musik initiiert werden; er kann aber auch selbst in Zwischenszenen als „Fundus“, als Archiv präsentiert werden. Die Produktion will mit Re-Enactments (Wiederaufführungen) und Neueinstudierungen zu ausgewählten Choreographien die Karriere von Yvonne Georgi nachzeichnen.

„Der Schrank der Georgi“ gehört zu den Projekten, die von dem von der Kulturstiftung des Bundes initiierten TANZFONDS ERBE gefördert werden.

Eine tänzerische Recherche von Maria Hilchenbach und Ricardo Fernando
Ein Tanzfonds Erbe-Projekt

Aufführungsdauer: 2 Stunden, 30 Minuten, eine Pause