Achtung: Bedingt durch die aktuelle Corona-Situation, können sich jederzeit Spielplan Änderungen ergeben!

Bitte überprüfen Sie kurzfristig vor Vorstellungsbeginn, ob die Veranstaltung wie angekündigt auch stattfindet.

2022 / 2023

Through and over / OP Sha

2021 / 2022

Fährmann

2020 / 2021

Zart

2019 / 2020

Schwanensee - Aufgetaucht - Prolog
Casa Azul

2018 / 2019

Wassermusik / Dido and Aeneas
Move on
Junge Choreografen 2019
Tanzlabor IV

2017 / 2018

Cinderella
Dancing Souls

2016 / 2017

Satisfaction
Die vier Jahreszeiten

2015 / 2016

Tanzlabor II
TanzQuartett
Tanz in 3 Sätzen - Ballett I/15

2014 / 2015

Ballett? Rock it!
Dance Celebration - Wiederaufnahme
Alice im Wunderland
Der Schrank der Georgi

2013 / 2014

Terra brasilis
5. Internationale AIDS Tanz Gala
Nussknacker - Wiederaufnahme
Dance Celebration

2012 / 2013

Nussknacker
Dornröschen (reloaded) - Wiederaufnahme
Tanz Trilogie

2011 / 2012

4. Internationale AIDS Tanz Gala
shortcuts
Bach tanzt
Dornröschen (reloaded)

2010 / 2011

Dance in Motion
drei-mal-tanz
Moliere

Bach tanzt

Premiere 25.02.2012

Ballettabend von Ricardo Fernando, Musik von Johann Sebastian Bach

Ricardo Fernando erfüllt sich einen langgehegten Traum und widmet dem genialen deutschen Komponisten Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) einen ganzen Tanzabend. Damit präsentiert der Ballettchef in der Jubiläumsspielzeit dem Hagener Publikum einen besonderen tänzerischen und musikalischen Leckerbissen.

Das Schaffen von Johann Sebastian Bach gilt, nach Max Reger, als „Anfang und Ende aller Musik“ und schon der große Meister Goethe konnte seinen Respekt vor dem musikalischen Universalgenie Bach nicht verhehlen: „Ich sprach mir's aus: als wenn die ewige Harmonie sich mit sich selbst unterhielte, wie sich's etwa in Gottes Busen, kurz vor der Weltschöpfung möchte zugetragen haben“. Bachs Kompositionsstil verbindet eine handwerklich wissenschaftliche Auffassung von Musik, Kunstfertigkeit, Symbolkraft und höchste Geistigkeit, mit Bach sind überwiegend religiöse Werke für Orgel oder Orchester verbunden. Dass Bach aber auch eine durchaus tänzerische Seite hat, haben namhafte Choreographen in den letzten Jahren immer wieder bewiesen.

Und nun ist es ausgerechnet der Brasilianer Fernando, der sich dem „ur“deutschen Komponisten mit seiner Compagnie annähern möchte. Von seinem Standpunkt aus – „Bach ist mehr als Kirche und mehr als evangelisch“ – kennt er keine Berührungsängste; Fernando möchte die Welt des Weimarer Hoforganisten und Leipziger Thomaskantors tänzerisch erkunden – ein Wunsch, den er seit seinem ersten „Bach-Experiment“ in St. Gallen vor vielen Jahren in sich trägt. Das „3. Brandenburgische Konzert“ war damals ein Wendepunkt in seiner Laufbahn, Bach ließ er mit kraftvollen zeitgenössischen Bewegungen statt mit neoklassischen „ertanzen“ und hatte großen Erfolg damit. Für unseren Abend, der fast ein Kammerballett zu nennen wäre, hat er Musikstücke mit Solo-Instrumenten – Klavier, Violine, Cello – gewählt, die Musik erinnert so eher an das 21. als an das 17. Jahrhundert: Die „Goldbergvariationen“ werden vorkommen, das „Wohltemperierte Klavier“ oder „Sonaten für Solovioline“.

Bach neu gesehen – und deshalb vielleicht auch anders gehört, das könnte ein Motto für diesen Ballettabend sein.