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Pressematerial

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Dornröschen
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Leserbrief - WP 23.10.2011 - Aids Gala
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WP/WR 11.10.2011, Tänzerische Gala auf Zehenspitzen
Aidsgala tanznetz.de 01.10.2011

WP/WR 11.10.2011, Tänzerische Gala auf Zehenspitzen

Westfalenpost / Westfälische Rundschau, 11.10. 2011 von Christina Heße

Tänzerische Gala auf Zehenspitzen
Vierte internationale Aids-Gala am Theater

Balletttänzer aus deutschen, türkischen, holländischen, portugiesischen und schweizerischen Kompanien haben sich am Sonntag für den guten Zweck im Stadttheater auf die Zehenspitzen gestellt. Zugunsten der Hagener Aids-Hilfe haben sie allesamt auf ihre Gagen verzichtet. Das Publikum spendete zusätzlich knapp 2000 Euro.

Die vierte internationale Aids-Tanzgala war der Abschluss der Festwoche ‚100 Jahre Theater Hagen. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jörg Dehm zeigten zehn internationale Tanzkompanien ihr Können vor ausverkauftem Hause. Dehm lobte das Engagement, das das Theater in der vergangenen Woche gezeigt hat: „Die Mannschaft ist über sich hinaus gewachsen.“ Zudem unterstrich er, dass die Organisation einer Benefizgala „alles andere als selbstverständlich“ ist.
    
Der Hagener Ballettchef Ricardo Fernando und Theater-Intendant Norbert Hilchenbach präsentierten einen Mix aus klassischen und modernen Einlagen, der so vielseitig war
wie die Herkunftsländer der Tänzer. Die Choreographien muteten mal ernst, mal witzig,
mal bezaubernd und mal merkwürdig an. Der heimliche Schwerpunkt des Abends war
türkisch: Femando konnte allein drei Tanzgruppen aus Ankara und Izmir gewinnen. So
brachte das Ankara State Opera & Ballet einen Hauch orientalisches Flair auf die Hagener Bühne.
    
Weniger gut fanden die Zuschauer dagegen die Darbietung „Set in Stone“ der Palucca-Hochschule für Tanz aus Dresden. Ein kopfschmerzverursachender englischer Monolog lenkte von der Leistung der Tänzer ab. »Das war nicht so meine“, fand Hagenerin Aline Steinmann. Die Botschaft kam leider nicht beim Publikum an.
    
Die Cinevox Junior Company hingegen gefiel Aline Steinmann am besten. Nachwuchstalent Phong Le Tranh tanzte das Solo „My Way“. Dabei war er fast nackt. „Das war sehr ästhetisch und gut choreographiert.»
    
Auch das Hagener Ballett zeigte sich von seiner besten Seite. Die Kombination der Tänze war pointiert und abwechslungsreich. Zudem stellten sich zwei neue Ensemble-Mitglieder vor: Die Brasilianerin Lara Lioi und der Ungar Peter Matkaicsek gaben ihren Einstand mit „Spring Water“.
    
Zuschauerin Petra Krugmann gefiel vor allem der Stilmix. »Außerdem ist es für mich etwas ganz besonderes, wenn eine komplette Kompanie auf der Bühne steht.“ Neben der Hagener Besetzung reiste das Tanztheater Bielefeld komplett an. Dieses zeigte unter anderem den „Ball der einsamen Herzen“ aus „Ein Sommernachtstraum“.
    
Die Tanzgala ist für die Hagener Aidshilfe überlebenswichtig. Vorstandsmitglied Diana Budaiwi bezeichnete die Veranstaltung als „große Stütze“. Dass die Gala im letzten Jahr nicht stattfinden konnte, habe ein Loch in die Kasse des Vereins gerissen. Denn der finanziert sich ausschließlich aus Spenden und öffentlichen Mitteln. Wie viel Geld insgesamt bei der diesjährigen Tanzgala zusammengekommen ist, kann aber erst nach der Abrechnung des Theaters endgültig festgestellt werden. In den vergangenen Jahren lag die Summe bei über 10.000 Euro.

Das Geld wird vorwiegend für präventive Maßnahmen verwendet, kommt aber auch Projekten für Aidskranke zugute.


Leserbrief zum Artikel von Christina Heße "Tänzerische Gala auf Zehenspitzen", WP am 11.10.2011:

Schade, dass Frau Willer offenbar bereits zur Buchmesse abgereist war. Ihre Vertretung, Christina Heße, konnte offenbar höchstens bis zur Pause bleiben. So ist z.B. von den unglaublich berührenden Pas de Deux der Gäste aus Rotterdam, Hannover und Lissabon in dem Bericht keine Rede. Es spricht für Ricardo Fernando, dass er die Größe hat, solche Compagnien neben das Hagener Ballettensemble zu stellen.

Die Hagener Compagnie konnte sich wirklich daneben sehen lassen. Carla Siva tanzte mit Marcello Moraes die schönsten Pas de Deux der vergangenen Spielzeiten. Auch als Huy Thien Tran, der dritte neue Tänzer des Ballett Hagen, sein ausdrucksstarkes Solo tanzte, war Frau Heße wohl bereits gegangen. So hat sie auch Yoko Furihata und Vladimir de Freitas nicht sehen können, die - ungewohnt in Hagen - eine klassische Choreographie, einstudiert von Ricardo Fernando, hinreißend tanzten.

Die gelungene Aids-Tanzgala am 09.10.2011 im Theater hätte eine differenziertere Berichterstattung verdient.

Jutta Haasen