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für die Presse

Pressematerial

von der Presse

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Tanz in Zeiten der Krise
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Drei Gesichter zeitgenössischen Tanzes
WDR 3 Mosaik - "Cinderella" zur Musik von Prokofjew im Theater Hagen
VERITABLER TANZ-ENTERTAINER
Am Theater Hagen reist Cinderella funkelnd zum großen Ball
Ballett Hagen zeigt furiose Tanzkunst
HERZENSANGELEGENHEIT
Cinderellas Stiefmutter ist ein Hüne
Ricardo Fernando vertanzt Musik der Rolling Stones in Hagen
ERINNERUNGSSTÜCK - Kalender der Ballettfreunde Hagen - tanznetz.de
Vier Jahreszeiten - Der ewige Tanz von Wind und Hitze
Tanzlabor II - Sechs Tänzer wechseln die Seiten
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Ein Lob den Legenden und Kämpfern gegen den Sparkurs
Deutscher Tanzpreis für Hagens Ballettdirektor Fernando
Tanz in 3 Sätzen
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Der Schrank der Georgi - ein Tanz im multimedialen Raum
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Hagener Ballett bei Weihnachtsaktionen im Stress 28.11.2012
Der Nussknacker, RuhrNachrichten 21.10.2012
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Dornröschen: ruhrnachrichten.de 28.05.2012
Dornröschen
tanznetz.de 04.03.2012: Großartige Tanzminiaturen
Ein Festspiel aus Klang und Anmut: derwesten.de 26.02.2012
DanceEurope
WDR 5 Scala, 24.10.2011, „shortcuts“
WDR 3 Mosaik, 24.10.2011, „Shortcuts“
Betörende Bilder eines grandiosen Kollektivs: WP 23.10.2011
Leserbrief - WP 23.10.2011 - Aids Gala
Online Musik Magazin zum Ballettabend
WP/WR 11.10.2011, Tänzerische Gala auf Zehenspitzen
Aidsgala tanznetz.de 01.10.2011

Betörende Bilder eines grandiosen Kollektivs: WP 23.10.2011

Mit dem dreiteiligen Ballettabend „Shortcuts“ hat das Hagener Theater in seiner Jubiläumsspielzeit zum 100-jährigen Bestehen allen Tanzfreunden ein großartiges Geschenk gemacht und damit auch die eigene Qualität noch einmal sehr nachhaltig unterstrichen.

Mit dem dreiteiligen Ballettabend „Shortcuts“ hat das Hagener Theater in seiner Jubiläumsspielzeit zum 100-jährigen Bestehen allen Tanzfreunden ein großartiges Geschenk gemacht und damit auch die eigene Qualität noch einmal sehr nachhaltig unterstrichen. „Man muss dem Zuhörer etwas geben, und er muss sich bemühen, gewisse Dinge zu verstehen.“ Ganz im Sinne des polnischen Komponisten Henry Mikolaj Goretzki (1933-2010) sind auch die „Requiem“-Choreografien von Ricardo Fernando und Nils Christe nach der Musik von Goretzki angelegt. Als Uraufführung hat Fernando das „Präludium zu einem Requiem“ mit seinem Ensemble einstudiert; der niederländische Gast-Choreograf Nils Christe präsentiert gleich anschließend dann in einer Hagener Erstaufführung das „Kleine Requiem“. Den fulminanten Abschluss übernimmt schließlich abermals Ricardo Fernando mit der Uraufführung „Drumming and Voices“ zu packenden Kompositionen von Philip Glass, Uakti und Gjallarhorn.

Es ist nicht in erster Linie der Abend der strahlenden Solisten, sondern der gesamten Compagnie. Und der beiden Choreografen. Und nicht zuletzt auch des Lichtgestalters Ernst Schießl, der für die perfekte Farb- und Schattenoptik verantwortlich ist. Zudem hat Thomas Rupert eine außerordentlich wirkungsvolle Bühne eingerichtet, die hervorragend mit der stimmigen Köstum-Auswahl von Heiko Mönnich und Annegien Sneep korrespondiert.
Schon die bloße Aufzählung aller Beteiligten signalisiert die fantastische Gemeinschaftsleistung, die den Erfolg dieses Ballettabends begründet. Wobei natürlich die Tänzerinnen und Tänzer im eigentlichen Mittelpunkt des Geschehens stehen. Sie werden von Fernando ebenso gefordert wie geführt und erfahren in der Tanzregie von Nils Christe noch einmal eine betörende Leistungssteigerung.

Die eigenwillige, rhythmische Gorecki-Musik erfährt in den Tanznummern eine unmittelbare Ausdrücklichkeit, die athletische Körperbeherrschung mit hochsensiblem Gespür zu paaren weiß. „Shortcuts“, das sind Geschichten von Menschen im Miteinander und in der Isolation. Es geht um das Verarbeiten von Erfahrungen im existenziellen Erkennen des Menschen unter Menschen. Des Sehnens nach Nähe und der Notwendigkeit nach Distanz.
Zweifellos bildet hier Nils Christes schier atemberaubende Choreografie-Arbeit nicht nur den Höhepunkt dieses Ballettdreiklangs, sondern auch einen Paukenschlag für das ganze Hagener Jubiläumsprogramm.
Doch der weltbekannte Tanzexperte kann eben auch nur so gut sein wie sein Ensemble, und so gilt die Anerkennung und der Respekt zugleich auch der Hagener Ballett-Truppe, die wahrlich auf internationalem Niveau zu glänzen versteht. Aber auch Haus-Choreograf Ricardo Fernando inszeniert über weite Strecken wie entfesselt und fernab bekannter Tanzmuster. Seine sechs kleinen Bilder zu „Drumming and Voices“ zeigen heitere, dramatische und erotische Szenen im Minutentakt; mitreißend und einfach betörend schön.

Andreas Thiemann, WP 23.10.2011