Achtung: Bedingt durch die aktuelle Corona-Situation, können sich jederzeit Spielplan Änderungen ergeben!

Bitte überprüfen Sie kurzfristig vor Vorstellungsbeginn, ob die Veranstaltung wie angekündigt auch stattfindet.

Leitung

Marguerite Donlon
Francesco Vecchione
Waltraut Körver

Korrepetition

Uroš Ugarković

Ensemble

Alexandre Dèmont
Amber Neumann
Ambre Twardowski
Antonio Moio
Ciro Iorio
Dario Rigaglia
Federica Mento
Filipa Amorim
Gennaro Chianese
Jeong Min Kim
Noemi Emanuela Martone
Sara Peña

Gasttänzer*innen

Praktikant*innen

Bojan Micev
Suzanne Vis

Marguerite Donlon

Marguerite Donlon

Marguerite Donlon, Choreographin, Theater- und Opern-Regisseurin, ist eine innovative, einzigartige Künstlerpersönlichkeit. Ihre künstlerischen Konzepte erweitern Horizonte, und ihr reicher künstlerischer Ausdruck nutzt Elemente aller Kunstformen. Bei ihrem Publikum bekannt dafür, geistreich Witziges mit Tiefsinnigem zu verbinden, hat sie die Tanzwelt immer wieder mit einer frischen Arbeitsweise begeistert, die nie den Bezug zur Wirklichkeit verliert. Marguerite Donlons Gestaltungsstil – kreative Präzision verbunden mit irischem Humor – hat ihr eine einzigartige Position und eine treue Anhängerschaft in der Tanzwelt gesichert. „Die freche irische Choreographin reißt Barrieren nieder und bringt die Leute von der Straße wieder ins Theater“, schrieb Arnd Wesemann, deutscher Tanzkritiker und Herausgeber der Zeitschrift Tanz. „Ihre Arbeiten können ein Publikum unmöglich langweilen, sie machen so viel Spaß, dass Fans ihr vorwerfen, ihre Stücke zu kurz zu machen.“

Marguerite Donlon ist immer ihren eigenen Weg gegangen. Geboren in Longford in Irland, begann sie ihr Ballettstudium bei Anica Dawson und Dorothy Stevens im relativ späten Alter von 16 Jahren. Nach ihrem Abschluss trat sie dem Englischen Nationalballett unter Peter Schaufuss bei, 1990 wurde sie Solotänzerin und Choreografin des Balletts der Deutschen Oper Berlin. Dort arbeitete sie mit Ballett-Legenden wie Natalia Makarova, Rudolf Nurejev und Sir Kenneth MacMillan. Ihr Repertoire umfasste auch Arbeiten führender Choreographen des 20. Jahrhunderts, darunter Maurice Béjart, William Forsythe, Bill T. Jones, Meg Stuart und Jiří Kylián.

Von 2001 bis 2013 war Marguerite Donlon Ballettdirektorin des Saarländischen Staatstheaters. Mit über 30 Produktionen und zwei Tanzfilmen für den deutsch-französischen Fernsehsender ARTE unter ihrer Leitung entwickelte sich die Compagnie in dieser Zeit zu einem überaus angesehenen und gefragten künstlerischen Ensemble und war in ganz Deutschland, Luxemburg, Belgien, den USA, Irland, Südkorea, China, Thailand und Italien zu Gast. Während ihrer Zeit im Saarland gründete Donlon auch die Jugendtanzgruppe „iMove“ ebenso wie das „now dance saar festival“ und „SubsTanz“, ein Abend mit eigenen kreativen Arbeiten der Tänzer, und schließlich „ZeichenTanz“ – ein Angebot des Zugangs zum Tanz für schwerhörige Menschen.

Marguerite Donlon ist derzeit in Berlin tätig und arbeitete zuletzt mit Svetlana Zakharova, dem Bolschoi-Ballett Moskau, Visceral Dance Chicago, dem Ballet X Philadelphia, dem Theater Hagen, dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden, dem Theater Kiel, dem Augsburger Ballett, dem Theater Nordhausen, dem MIR Gelsenkirchen sowie mit ihrer eigenen Projekt-Compagnie, dem Donlon Dance Collective. Ihre Werke wurden auch vom niederländischen Dan`s Theatre II, dem Stuttgarter Ballett, dem Wiener Staatsopernballett, dem Ballett der Komischen Oper Berlin, der Companhia Nacional de Bailado Portugal, der Hubbard Street Dance Company Chicago und Rambert Dance London aufgeführt.

Marguerite Donlon wurde 2006 beauftragt, zwei Stücke zum 100-jährigen Geburtstag von Samuel Beckett zu inszenieren: "Words and Music" und "Act without words 1" – Produktionen, die im Auftrag des Théâtre National du Luxembourg entstanden und auch bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen großen Anklang fanden.

„Labyrinth of Love“, das Vorzeige-Stück der Rambert Dance Company, das in Zusammenarbeit mit dem renommierten britischen Künstler Matt Collishaw entstand, wurde 2012/13 bei seiner Londoner Premiere als nahtlose Verbindung von Tanz-, Opern- und Videokunstwerk gefeiert.

Ihre von Kritikern hochgelobten Neufassungen von Ballettklassikern wie Schwanensee, Romeo und Julia oder Ein Sommernachtstraum wurden für den prestigeträchtigen „Prix Benois de la Danse“ und für den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ nominiert.

2007 wurde Marguerite Donlon mit dem Saarländischen Verdienstorden ausgezeichnet und 2012 vom Irischen Taoiseach als Mitglied in das renommierte „Global Irish Network“ aufgenommen. 2017 wurde sie vom Longford County Council für ihre herausragenden Leistungen in der Welt des Tanzes ausgezeichnet und 2018 zur „Person des Jahres“ in Longford, Irland, gekürt.

www.donlon.de